Hilfe finden

Anonyme, vertrauliche und in der Regel kostenfreie Beratungsangebote in Deutschland.

Wann lohnt sich der Schritt zur Beratung?

Es gibt keinen „richtigen" Zeitpunkt — und es ist nie zu früh. Wer das Gefühl hat, dass Spielen mehr Raum einnimmt als gewollt, kann sich an die folgenden Stellen wenden. Beratung ist immer auf Augenhöhe und ohne moralische Bewertung. Niemand muss vorher beweisen, dass „es schlimm genug" ist.

Telefonische und Online-Angebote

Telefonseelsorge

Rund um die Uhr, kostenfrei und anonym. Erste Anlaufstelle bei akuter Belastung, auch wenn das Problem nicht ausschließlich das Spielen betrifft.

BZgA — Check dein Spiel

Selbsttests, anonyme Online-Beratung und ein interaktives Programm zur Reduktion oder Beendigung des Glücksspielens. Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

BZgA — Spielen mit Verantwortung

Informationsportal der BZgA zu Glücksspiel, Sportwetten und Online-Spielen. Enthält Informationen für Spielende, Angehörige und Multiplikatoren.

Anonyme Spieler (Gamblers Anonymous Deutschland)

Selbsthilfegruppen nach dem Zwölf-Schritte-Programm. Lokale Gruppentreffen in vielen deutschen Städten sowie Online-Meetings.

Vor Ort — örtliche Suchtberatung

In jeder größeren deutschen Stadt gibt es Suchtberatungsstellen, getragen von Caritas, Diakonie, Deutschem Roten Kreuz, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband oder kommunalen Gesundheitsämtern. Die Beratung ist kostenfrei und in der Regel auch ohne Termin oder Krankenversichertenkarte zugänglich.

Eine bundesweite Suche nach einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie auf der Seite der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).

Sperrsystem OASIS

Wer sich vor sich selbst schützen möchte, kann eine bundesweite Sperre über das System OASIS beantragen. Die Sperre gilt für alle in Deutschland lizenzierten Glücksspielangebote — Spielbanken, Spielhallen, virtuelle Automaten- und Online-Casinospiele sowie Sportwetten.

Eine Sperre kann selbst beantragt (Selbstsperre) oder durch Dritte angeregt werden (Fremdsperre, in begründeten Fällen).

Für Angehörige

Wer einer nahestehenden Person helfen möchte, muss nicht warten, bis diese selbst Hilfe sucht. Angehörige können sich an alle oben genannten Stellen wenden — viele Beratungseinrichtungen bieten spezielle Angehörigen-Sprechstunden an.

Eine niedrigschwellige Einstiegshilfe ist die Broschüre „Wenn Spielen zur Sucht wird" der BZgA, kostenfrei bestellbar über www.bzga.de.